Was kostet es, ein E-Auto zu Hause zu laden?
Die Rechnung im Kern ist einfach: die aus dem Netz bezogenen Kilowattstunden × dein Arbeitspreis. Wer einen 60-kWh-Akku (nutzbar) von 20 auf 80 Prozent lädt, holt rund 36 kWh in den Akku; wegen der Ladeverluste fließt etwas mehr aus der Steckdose – bei rund 10 Prozent Verlust also etwa 40 kWh ab Zähler. Bei einem Arbeitspreis von 30 ct/kWh sind das rund 12 € pro Ladung.
Entscheidend ist dein Arbeitspreis pro Kilowattstunde, also der komplette Endpreis inklusive Netzentgelt, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Umsatzsteuer und Anbietermarge. Genau diesen Wert gibst du oben ein – dann rechnet das Tool Kosten pro Ladung, je 100 km und aufs Jahr aus.
Zu Hause, öffentlich oder Schnelllader?
Wo du lädst, macht beim Preis oft den größten Unterschied:
- Zu Hause ist meist am günstigsten – du zahlst deinen normalen Haushalts-Arbeitspreis, häufig im Bereich um 25–35 ct/kWh.
- Öffentliches AC-Laden (Wallbox/Ladesäule mit Wechselstrom) liegt in der Regel darüber, je nach Anbieter und Tarif.
- DC-Schnellladen an der Autobahn ist meist am teuersten; Ad-hoc-Laden ohne Vertrag ist oft am teuersten von allen.
Die genauen Preise unterscheiden sich stark je nach Anbieter, Vertrag und Ladekarte. Als grobe Orientierung gilt: Wer viel zu Hause lädt, fährt in der Regel am günstigsten – besonders mit einem dynamischen Tarif oder eigenem Solarstrom.
Warum mehr Strom aus der Steckdose kommt, als im Akku landet
Beim Laden geht ein Teil der Energie als Wärme verloren – im Bordlader des Autos, im Kabel und in der Ladeelektronik. Diese Ladeverluste liegen beim Wechselstrom-Laden (AC) je nach Fahrzeug und Leistung typischerweise bei etwa 10 bis 20 Prozent. Besonders hoch sind sie beim langsamen Laden an der Haushaltssteckdose und beim einphasigen Laden mit geringer Leistung, weil die Grundlast der Ladeelektronik dann länger anliegt.
Für deine Kosten heißt das: Du bezahlst die Energie, die durch den Zähler läuft – nicht nur die, die im Akku ankommt. Der Rechner oben berücksichtigt das über den Ladeverlust-Wert und zeigt beide Größen getrennt an.
Günstiger laden mit dynamischem Tarif und §14a-Wallbox
Ein E-Auto ist ein planbarer Großverbraucher – ideal, um von günstigen Stunden zu profitieren. Dafür brauchst du zwei Dinge: einen dynamischen Stromtarif (seit dem 1. Januar 2025 müssen Stromlieferanten nach §41a EnWG grundsätzlich auch einen dynamischen Tarif anbieten) und ein intelligentes Messsystem (Smart Meter), das deinen Verbrauch zeitaufgelöst – je nach Tarif stündlich oder viertelstündlich – erfasst und übermittelt. Dann kannst du die Ladung gezielt in die Nacht oder in sonnenreiche Mittagsstunden legen, in denen der Börsenpreis oft niedrig ist. Welches Fenster sich heute lohnt, zeigt die Live-Auswertung oben und der Strompreis heute & morgen.
Zusätzlich gelten für eine Wallbox die Regeln zu §14a EnWG: Neue steuerbare Verbrauchseinrichtungen in der Niederspannung mit mehr als 4,2 kW – also die meisten Wallboxen – unterliegen seit dem 1. Januar 2024 grundsätzlich verpflichtend der netzorientierten Steuerbarkeit; für Bestandsanlagen gelten Übergangsregeln. Im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte – als pauschale Reduzierung (Modul 1) oder als prozentuale Reduzierung des Netzentgelt-Arbeitspreises für den separat gemessenen Wallbox-Verbrauch (Modul 2). Welches Modul für dich günstiger ist, prüfst du im §14a-EnWG-Check. Unabhängig davon ist jede Wallbox vor Inbetriebnahme beim Netzbetreiber anzumelden; ab 12 kVA Anschlussleistung (typisch bei 22 kW) ist dessen Zustimmung erforderlich. Und ob sich ein dynamischer Tarif für dein Verbrauchsprofil insgesamt rechnet, spielst du mit echten Preisen der letzten Wochen im Dynamik-Tarif-Simulator durch.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine volle Ladung meines E-Autos?
Das hängt von Akkugröße und deinem Arbeitspreis ab. Als Faustformel: aus dem Netz bezogene kWh × Preis pro kWh. Ein 60-kWh-Akku (nutzbar), von 20 auf 80 Prozent geladen, holt rund 36 kWh in den Akku; ab Zähler kommen mit rund 10 Prozent Ladeverlust etwa 40 kWh zusammen. Bei 30 ct/kWh sind das rund 12 € pro Ladung. Gib deine Werte oben ein, dann schätzt das Tool es für dich.
Wie viel kostet 100 km mit dem E-Auto?
Verbrauch je 100 km × Arbeitspreis. Bei 18 kWh/100 km und 30 ct/kWh sind das rund 5,40 € für die Akkuenergie; ab Zähler, also inklusive Ladeverlusten, rund 6 €. Der Rechner zeigt dir den Wert je 100 km direkt an.
Was sind Ladeverluste und wie hoch sind sie?
Beim Laden geht Energie als Wärme verloren – im Bordlader, im Kabel und in der Ladeelektronik. Beim AC-Laden liegen die Verluste je nach Fahrzeug und Ladeleistung grob bei 5 bis 30 Prozent: an einer 11-kW-Wallbox oft nur 5 bis 10 Prozent, an der Haushaltssteckdose eher 10 bis 30 Prozent. Du bezahlst die Energie ab Zähler, also inklusive dieser Verluste.
Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif fürs E-Auto-Laden?
Häufig Es kann sich lohnen, wenn du einen großen Teil der Ladung gezielt in günstige Stunden (z. B. nachts) verschieben kannst und ein intelligentes Messsystem hast – garantiert ist eine Ersparnis aber nicht, weil Aufschläge, Grund- und Messpreise mit hineinspielen. Ob es sich für dein Profil rechnet, spielst du im Dynamik-Tarif-Simulator mit echten Preisen durch. Das ist keine Beratung, sondern eine Orientierung.
Was bringt §14a EnWG für meine Wallbox?
Eine steuerbare Verbrauchseinrichtung in der Niederspannung mit mehr als 4,2 kW – etwa eine neue Wallbox – unterliegt seit dem 1. Januar 2024 grundsätzlich verpflichtend der Steuerbarkeit nach §14a EnWG; für Bestandsanlagen gelten Übergangsregeln. Im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte – als pauschale Reduzierung (Modul 1) oder als prozentuale Reduzierung des Netzentgelt-Arbeitspreises für den separat gemessenen Verbrauch (Modul 2). Welches Modul günstiger ist, siehst du im §14a-EnWG-Check.
Wie lange dauert das Laden an einer Wallbox?
Grob: geladene kWh geteilt durch die Ladeleistung. An einer 11-kW-Wallbox dauert das Nachladen von 36 kWh ohne Verluste gut drei Stunden; mit rund 10 Prozent Ladeverlust und dauerhaft anliegenden 11 kW eher gut dreieinhalb Stunden. An einer Haushaltssteckdose (rund 2,3 kW) dauert dieselbe Menge deutlich länger, am DC-Schnelllader geht es viel schneller. Kurz vor 100 Prozent drosseln viele Autos, deshalb ist es ein Richtwert.
Ist Laden an der Haushaltssteckdose (Schuko) sinnvoll?
Als gelegentliche Notlösung ja, dauerhaft eher nicht: Mit rund 2,3 kW ist es langsam, die Ladeverluste sind höher, und eine normale Steckdose ist für stundenlange Volllast nicht ausgelegt. Für regelmäßiges Laden ist eine fest installierte Wallbox in der Regel die bessere und sicherere Wahl.